Biodiversitätsverlust durch eingeschleppte Arten
Biodiversitätsverlust durch eingeschleppte Arten
Seit etwa 1600 ist das Aussterben von Arten genauer dokumentiert. In diesen Dokumentationen werden eingeschleppte und gebietsfremde Arten mit einem Prozentsatz von 36% als eine der wichtigsten Ursachen für einen Biodiversitätsverlust angesehen. Einschlägige Beispiele für eine starke Dezimierung bzw. eine vollständige Ausrottung bestehender durch eingeschleppter Arten, sind die große Reduzierung der Vogelpopulation auf der Pazifikinsel Guam durch die versehentliche Einschleppung der Braunen Nachtbaumnatter im Zweiten Weltkrieg und die gänzliche Auslöschung einer neuseeländischen Vogelart (Neuseelandschlüpfer) durch eine einzige Katze.
Obwohl die Möglichkeit eines Biodiversitätsverlusts durch eingeschleppte und gebietsfremde Arten grundsätzlich anerkannt ist, ist umstritten, wie groß der Einfluss der neu eingeführten Arten in einen neuen Lebensraum auf die dort bestehenden Ökosysteme und ihre Biodiversität insgesamt tatsächlich ist. Die National Academy of Sciences (USA) hat sich in Rahmen eines Colloquiums unter dem Titel "In the Light of Evolution II: Biodiversity and Extinction" mit der Thematik intensiv befasst. Die Ergebnisse sind auf der Webseite der National Academy of Sciences umfangreich dokumentiert.
Webseite der National Academy of Sciences. Online Version
Varianten
- eingeschleppte und gebietsfremde Arten

