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Ernährung

Ernährung

Von den etwa 240.000 bislang bekannten Pflanzenarten wurden im Lauf der Geschichte nur ca. 3.000 Arten als Nahrung verwendet, lediglich 150 Arten wurden jemals im größerem Umfang kultiviert und weniger als 20 Arten befriedigen über 90% des gesamten menschlichen Nahrungsbedürfnisses. Dabei werden mehr als die Hälfte des pflanzlichen Nahrungsbedarfs allein von den vier Arten Weizen, Mais, Reis und Kartoffeln, gedeckt. Die Spezialisierung auf nur wenige Arten sowie die Züchtung von sogenannten Hochleistungssorten, die die natürlich vorkommenden Arten zunehmend verdrängen, führt zu einer Einschränkung der genetischen Vielfalt innerhalb der verwendeten Arten. Der damit erzielten Ertragssteigerung korrespondiert eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Krankheiten, Schädlingen oder Witterungseinflüssen, so dass nur durch das gezielte Einkreuzen von genetischem Material wild lebender Sorten langfristig die Ernährung der Menschen gesichert werden kann. Der natürliche Arten- und Sortenreichtum bietet daher ein Reservoir genetischer Vielfalt, dessen Erhaltung für die langfristige Ernährungssicherung von wesentlicher Bedeutung ist.

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