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Gametenverschmelzung

Gamentenverschmelzung

Bei Gameten, also Geschlechts- bzw. Keimzellen, handelt es sich um haploide, d. h. einen einfach vorliegenden Chromosomensatz enthaltende, Fortpflanzungszellen. Bei der Befruchtung verschmelzen diese paarweise miteinander zu einer diploiden Zygote, d. h. zu einer Zygote mit einem doppelten Chromosomensatz. Der Zellkern der Samenzelle wird nach dem Eindringen ins Cytoplasma der Eizelle zum Vorkern (Pronucleus). Ebenso (durch die Vollendung der Meiose) der Kern der Eizelle. Die beiden Vorkerne verschmelzen sodann zum zygotischen Zellkern. Im Anschluss an die Kernverschmelzung beginnt die Zygote mit den ersten Teilungen. Die Gametenverschmelzung spielt als erste Stufe der Embryonalentwicklung eine wichtige Rolle in der ethischen Diskussion. Befürworter eines vollständigen Schutzes menschlicher Embryonen verweisen oftmals darauf, dass nach dem Eindringen des Spermiums in die Eizelle eine Rekombination des in den Keimzellen enthaltenen Erbmaterials stattfindet, die den resultierenden Embryo genetisch einzigartig macht. Einige Kritiker dieser Argumentation halten dem entgegen, dass mit der Gametenverschmelzung zwar die genetische Ausstattung, nicht aber die (numerische) Einzigartigkeit des Embryso sichergestellt sei. Dem widerspricht, dass eine Zwillingsbildung erst nach Ausprägung des sogenannten Primitivstreifens ausgeschlossen ist.

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