Reproduktives Klonen
Reproduktives Klonen
Bei dem reproduktiven Klonen wird der Zellkern aus einer ausdifferenzierten Körperzelle entnommen und in der Petrischale in eine unbefruchtete Eizelle eingebracht, deren Zellkern zuvor entfernt wurde. Im Unterschied zum therapeutischen Klonen bzw. Forschungsklonen, wird die Entwicklung des Embryos beim reproduktiven Klonen nicht nach kurzer Zeit abgebrochen. Der entstandene Embryo wird vielmehr in den Uterus einer hormonell entsprechend vorbereiteten 'Leihmutter' verbracht und wie bei einer normalen Schwangerschaft bis zur Geburt ausgetragen.
Mit der Geburt des Klonschafs "Dolly" im Juli 1996 rückte das Kloning-Verfahren erstmals massiv in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Seit der Geburt von "Dolly" wurden eine ganze Reihe weiterer Tierarten mehr oder minder erfolgreich geklont, z. B. Hunde, Katzen, Kaninchen, Pferde, Kühe und Schweine. Neben Zielen der Grundlagenforschung, geht es dabei auch um praktische Ziele, wie die Züchtung von Nutztieren, die gegen bestimmte Krankheiten resistent sind oder andere erwünschte Merkmale aufweisen.
Klonversuche an Menschen sind in den meisten Ländern verboten und existieren nach bisheriger Kenntnis bislang auch nicht. Allerdings haben einzelne Forscher, beispielsweise der italienische Fortpflanzungsmediziner Severino Antinori, angekündigt, in wenigen Jahren Menschen klonen zu wollen, um auf diesem Wege zeugungsunfähigen Paaren zu Nachwuchs zu verhelfen.

