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Medizinischer Fortschritt und demographischer Wandel

Medizinischer Fortschritt und demographischer Wandel

Der relative Anteil der demographischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts an den mit dem Lebensalter steigenden Gesundheitskosten ist schwer abzuschätzen, weil es für eine exakte Bestimmung eines jeden der beiden Faktoren jeweils mehrere Methoden gibt, die nicht zu den gleichen Ergebnissen führen. Henke und Reimers (2007) betrachten die Ergebnisse verschiedener Methoden und entwickeln daraus für die zukünftige Entwicklung zwei Szenarien, die sich darin unterscheiden, wie hoch man den Faktor für die Auswirkungen des medizinischen Fortschritts ansetzt. Die Autoren prognostizieren, dass bei sonst gleichbleibenden Verhältnissen der Beitragssatz für die GKV im Zeitraum 2000 bis 2050 allein auf Grund des demographischen Wandels um jährlich 0,5 Prozentpunkte ansteigen wird. Je nachdem, ob man die durch den medizinischen Fortschritt bedingten Steigerungen mit einem halben oder mit einem Prozentpunkt ansetzt, kommt man dann zu dem Ergebnis, dass durch demographischen Wandel und medizinisch-technischen Fortschritt in Zukunft mit jährlichen Steigerungen des Beitragssatzes um einen oder um anderthalb Prozentpunkte zu rechnen ist.

Henke, K.-D., Reimers, L. (2007): Zum Einfluss von Demographie und medizinisch-technischem Fortschritt auf die Gesundheitsausgaben. In: Ulrich, V., Ried, W. (Hg.) (2007): Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen. Nomos, Baden-Baden; Seite 735-753.


Varianten

  • medizinischen Fortschritt und dem demographischen Wandel
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