Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln
Kosten-Nutzen-Bewertung
Die mit der Gesundheitsreform 2007 in Deutschland neu eingeführte Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln (SGB V § 139a Abs. 3 Nr. 5) ist in mehreren EU-Ländern bereits etabliert. Sie kann je nach Art der zugrunde gelegten Parameter auf unterschiedliche Weise erfolgen und liefert dann unterschiedliche Ergebnisse. Schon die Bewertung des Nutzens wirft schwierige methodische Fragen auf. Wie die verschiedenen Arbeitspapiere und Stellungnahmen zeigen, erwies sich die Erstellung einer verbindlichen Darstellung der für die Kosten-Nutzen-Bewertung durch das IQWiG zu verwendenden Methodik als schwierig (siehe hierzu die vom IQWiG zusammen mit dem aktuellen Papier ins Netz gestellten Arbeitspapiere und Stellungnahmen). Zu den grundsätzlichen Problemen der Kosten-Nutzenbewertung hat auch der Deutsche Ethikrat eine ausführliche Stellungnahme abgegeben.
IQWiG (2009): Methoden zur Kosten-Nutzen-Bewertung. Online Version [05.12.2011].
Sickmüller, B., Lietz, Ch. (2007). Methoden der Nutzenbewertung von Arzneimitteln im internationalen Vergleich – Übersicht. In: Ulrich, W., Ried, W. (Hg.): Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen. Nomos, Baden-Baden.
Huster, St. (2009): Kosten-Nutzen-Bewertungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Aspekte der juristischen und ethischen Diskussion. Recht und Politik im Gesundheitswesen 15, 69-77.
Deutscher Ethikrat (2011): Nutzen und Kosten im Gesundheitswesen – Zur normativen Funktion ihrer Bewertung. Online Version [25.11.2011]
Varianten
- sowohl den Nutzen als auch die Kosten

