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Vor allem in Entwicklungsländern soll der Einsatz gentechnisch veränderter Lebensmittel eine Verbesserung des Lebensstandards herbeiführen. Gentechnische Veränderungen sollen zu höheren Erträgen, Schädlingsresistenz sowie größerer Witterungsbeständigkeit führen und so die Versorgungsnot in Ländern der "Dritten Welt" lindern helfen.

Kritiker machen indes geltend, dass durch die Einführung gentechnisch veränderter Lebensmittel die Abhängigkeit der Kleinbauern von multinationalen Konzernen erhöht werde und oftmals zu einer Verschlimmerung der Situation führe.
Die drastische Zunahme der Selbstmordrate unter Kleinbauern im Indischen Bezirk Andrah Pradesh in den vergangenen Jahren scheint diese Kritik zu stützen.
Es erscheint allerdings fraglich, ob die Ursachen für die Verarmung der Bauern allein auf Probleme mit der gentechnisch veränderten Bt-Baumwolle, die sie angebaut haben, zurückzuführen ist. Nicht zuletzt wegen der anhaltenden Kritik der Bauern hat das Genetic Engineering Approval Committee (GEAC) die Zulassung für einige gentechnisch veränderte Baumwollsorten des Unternehemns Mayhco/Monsanto bei seiner 51. Sitzung (03.Mai 2005) für den Bezirk Andrah Pradesh nicht verlängert.

 Zur erhöhten Selbstmordrate unter Kleinbauern im Bezirk Andrah Pradesh:

Stone, Glen D. (2002): Biotechnology and Suicide in India.  Online Version

Protokoll der 51. GEAC Sitzung  Online Version

86. GEAC Sitzungsentscheidung  Online Version

Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich (EKAH) (2004): Gentechnik und Entwicklungsländer  Online Version


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