Lungentransplantation
Lungentransplantation
Die Lungentransplantation ist eine Behandlungsform für Patienten mit fortgeschrittener Lungenkrankheit, bei denen die medikamentöse Therapie ausgeschöpft und die Lebenserwartung durch die Erkrankung im Allgemeinen auf weniger als zwei bis drei Jahre begrenzt ist. Die Erkrankungen, die meist schleichend über Jahre zu einer starken Atemeinschränkung und häufig auftretenden Infektionen sowie einer Lungenverhärtung führen, können angeboren sein (z.B. Mukoviszidose – eine angeborene Erkrankung, bei der Körpersekrete sehr zähflüssig sind und in den Lungen zur Verstopfung der Luftwege führen) aber auch durch einen zunehmenden Anstieg des Gefäßwiderstandes und einen Anstieg des Blutdrucks im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie) zustande kommen. In Abhängigkeit von der Erkrankung, werden ein Lungenflügel, beide Lungenflügel oder eine oder mehrere Lungenlappen transplantiert. Die Ergebnisse der Lungentransplantation haben sich in den letzten 10 Jahren erheblich verbessert. Alternativen zu einer Lungentransplantation gibt es für Patienten im Endstadium nicht.
Seit einigen Jahren besteht für lungenkranke Kinder die Möglichkeit einer sogenannten Lebend-Lungentransplantation, das heißt die Verpflanzung je eines Lungenlappens von zwei lebenden Spendern auf einen meist sehr jungen Empfänger.
Laut Angaben der DSO wurden im Jahr 2008 in Deutschland 270 Lungentransplantationen in 13 Zentren durchgeführt. Davon 18 gleichzeitig mit einer Herztransplantation. 2008 wurden 442 Patienten neu zur Transplantation angemeldet.
Varianten
- Lunge

