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Zulässigkeit von PID und PND

Zulässigkeit von PID und PND

Umstritten ist, warum der Gesetzgeber auf der einen Seite PND erlaubt und auf der anderen Seite PID verbietet, da beide Verfahren das Ziel verfolgen, Fehlbildungen des ungeborenen Kindes festzustellen. Vertreter der Zulässigkeit der PID an pluripotenten Stammzellen argumentieren, dass die PID als eine zeitlich vorweggenommene PND betrachtet werden könne, mit der sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche reduzieren ließe, welche aufgrund des weiter fortgeschrittenen fetalen Entwicklungsstandes weitaus kritischer zu betrachten seien. Kritiker der PID widersprechen dieser Analogie und verweisen auf die verschiedenen Ausgangssituationen. Im Falle eines Schwangerschaftsabbruches komme es innerhalb des natürlichen Entwicklungsprozesses des Fetus' zu einem nicht vorhersehbaren Konflikt zwischen dem Lebensschutz des Fetus und den Lebensinteressen der Frau. Im Vergleich dazu entstehe im Falle einer PID erst durch das Handeln der Ärzte eine Situation wie die genannte, innerhalb derer zwischen Schutz des Fetus und den Interessen der Schwangeren abgewogen werden müsse.

Exemplarisch für die Einschätzung der PID als zeitlich vorverlegte PND argumentiert:

Cameron, C. / Williamson, R. (2003): Is there an ethical difference between preimplantation genetic diagnosis and abortion? In: Journal of Medical Ethics 29(2), 90-92.

Zur Kritik an der Analogie zwischen Schwangerschaftsabbruch und PID:

Eibach, Ulrich (2003): Präimplantationsdiagnostik (PID) - Grundsätzliche ethische und rechtliche Probleme. In: Medizinrecht 21(8), 441-451.


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