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Anträge zur Gewinnung von Hybriden

Anträge zur Gewinnung von Hybriden

Im November 2006 hat Dr. Lyle Armstrong der University of Newcastle upon Tyne bei der HFEA beantragt, mit Eizellen der Kuh menschliche Embryonen zu klonieren, um aus ihnen embryonale Stammzellen gewinnen zu können. Aufgrund der Knappheit von humanen Eizellen, sei die Verwendung von tierischen Zellen nötig, um Grundlagenwissen zu erlangen und Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Die HFEA erklärte in einer Pressemitteilung, dass nicht vor Januar 2007 mit einem Ergebnis über die Zulassung gerechnet werden dürfe.

Newcastle University (2006): Researchers seek permission for stem cell work using animal eggs. Online Version

Human Fertilisation and Embryology Authority (2006): Use of animal eggs in embryo research.

In Reaktion darauf hat das britische Gesundheitsministerium (Department of Health) am 27. Mai 2007 den Gesetzesentwurf "Human Tissues and Embryos (Draft) Bill" vorgelegt, mit dem der "Human Fertilisation and Embryology Act" revidiert werden soll. Darin sind unter anderem Lockerung der Forschungsverbote an Hybriden und Chimären wie auch die Etablierung einer einheitlichen Regulierungsbehörde (Regulatory Authority for Tissue and Embryos - RATE) vorgesehen. Die RATE soll die Arbeit der Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA) und der Human Tissue Authority (HTA) übernehmen.

Department of Health (2007): Human Tissues and Embryos (Draft) Bill. Online Version

Auch aufgrund eines weiteren Antrags zur Erstellung und Erforschung von Hybriden hat die HFEA nach dreimonatiger Befragung der britischen Bevölkerung und eingehender Prüfung eine grundsätzliche Entscheidung darüber treffen wollen, wie mit derartigen Anträgen zu verfahren sei.
Am 05. September 2007 hat die HFEA daraufhin befunden, dass es keinen fundamentalen Grund gebe, cytoplasmatische Hybridforschung zu untersagen. Demnach kann die Gewinnung und Erforschung von embryonalen Tier/Mensch-Mischwesen in Einzelfällen von der HFEA genehmigt werden. Forscher müssen in den entsprechen Anträgen nachweisen, dass derartige Forschung sowohl notwendig als auch wünschenswert ist. Über die zur Zeit vorliegenden beiden Anträge zur Gewinnung von Embryonen aus tierischen Eizellen und menschlichem Genom wird voraussichtlich bis November diesen Jahres entschieden werden.

Human Fertilisation and Embryology Authority (2007): HFEA statement on its decision regarding hybrid embryos. Online Version

Im Januar 2008 hat die HFEA beide Anträge zur Forschung an Tier/Mensch-Hybriden bewilligt. Beide Anträge hätten sämtliche gesetzlichen Anforderungen erfüllt, so dass nun jeweils für ein Jahr unter bestimmten Auflagen an cytoplasmatischen Hybridembryonen geforscht werden darf.

Human Fertilisation and Embryology Authority (2008): HFEA Statement on licensing of applications to carry out research using human-animal cytoplasmic hybrid embryos. Online Version 


Varianten

  • Tier/Mensch-Mischwesen (Hybriden)
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