Epiblast-Stammzellen
Epiblast-Stammzellen
Epiblast-Stammzellen werden ca. zwei Wochen nach der Befruchtung der Eizelle aus dem Epiblast der Blastozyste entnommen und stellen somit Stammzellen eines späteren Entwicklungsstadiums dar, als die im Allgemeinen als embryonale Stammzellen bezeichneten Zellen.
Der Epiblast ist ein einschichtiges Deckgewebe, welches sich aus dem äußeren Teil des Embryoblasten bildet und dem Trophoblasten anliegt.
Von Mäusen stammende Epiblast-Stammzellen erschienen seit den Forschungsergebnissen von Ludovic Vallier und Gabrielle Brons 2007 als eine echte Alternative zu der Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen, da sie auf die getesteten Wachstumsfaktoren genauso reagierten wie humane embryonale Stammzellen. Forschungsergebnisse der Arbeitsgruppe um Hans Schöler von 2010 zeigten jedoch, dass unter anderem der Wachstumsfaktor Activin bei Epiblast-Stammzellen andere Mechanismen auslöst als bei humanen embryonalen Stammzellen.
I. Gabrielle M. Brons / Lucy E. Smithers / Matthew W. B. Trotter / Peter Rugg-Gunn / Bowen Sun / Susana M. Chuva de Sousa Lopes / Sarah K. Howlett / Amanda Clarkson / Lars Ahrlund-Richter / Roger A. Pedersen / Ludovic Vallier (2007): Derivation of pluripotent epiblast stem cells from mammalian embryos. In: Nature, 441 (448): 191-196. Online Version
Boris Greber / Guangming Wu / Christof Bernemann / Jin Young Joo / Dong Wook Han / Kinarm Ko / Natalia Tapia / Davood Sabour / Jared Sterneckert / Paul Tesar / Hans R. Schöler (2010): Conserved and divergent roles of FGF signaling in mouse epiblast stem cells and human embryonic stem cells. In Cell Stem Cell, 6 (3): 215-226. Online Version
Presseinformation des Maxplanck Instituts für molekulare Biomedizin Münster vom 04.03.2010 über eine neue Studie, die die Unterschiede zwischen den Stammzellen von Mensch und Maus. Online Version

