Behandlungsmöglichkeiten von Morbus Parkinson mit Stammzellen
Morbus Parkinson
Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende neuronal-degenerative Erkrankung des Gehirns. Charakteristisch für diese Erkrankung ist das Absterben der Nervenzellen in dopaminreichen Hirnregionen, vornehmlich betroffen ist dabei der Kernkomplex des Mittelhirns und Bestandteil des motorischen Systems der Basalganglien, genannt Substantia nigra. Der daraus resultierende Mangel an synthetisiertem Dopamin, Botenstoff und Hormon des menschlichen Körpers, löst die für Parkinson typische Verlangsamung aller Bewegungen (Hypokinese), Bewegungsarmut, bis hin zur Bewegungslosigkeit (Akinese) aus. Des Weiteren kommt es aufgrund des Dopaminmangels zu einer ungleichen Konzentration an Neurotransmittern und das starke Übergewicht an Acetylcholin und Glutamat im Körper des Betroffenen rufen Zittern (Tremor) und Muskelsteifheit (Rigor) hervor.
Einen der jüngsten Forschungsansätze im Bereich der Parkinsontherapie stellt die Behandlung mit embryonalen Stammzellen dar. In einem Versuch von 2008 wurden aus 24 an Parkinson erkrankten Mäusen via Zellkerntransfer 187 murine Stammzelllinien etabliert, die zur Herstellung von Dopamin notwendig sind. Nach Injektion der Neuronen in die jeweilige Spendermaus kam es zu keinen besonderen Immunreaktionen. Vielmehr zeigte sich eine deutliche Linderung der Parkinson-Symptome. Inwiefern diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, ist derzeit unbekannt.
Tabar, Viviane / Tomishima, Mark / Panagiotakos, Georgia / Wakayama, Sayaka / Menon, Jayanthi / Chan, Bill / Mizutani, Eiji / Al-Shamy, George / Ohta, Hiroshi / Wakayama, Teruhiko / Studer, Lorenz (2008): Therapeutic cloning in individual parkinsonian mice. In: Nature Medicine, Published online: 23 March 2008. Online Version
Varianten
- Morbus Parkinson

