Das Prinzip der Doppelwirkung
Das Prinzip der Doppelwirkung richtet sich auf solche Handlungen, die sowohl eine ethisch gute als auch eine ethisch schlechte Wirkung hervorrufen. Das Prinzip soll dazu dienen, solche Fälle zu rechtfertigen, in denen eine Handlung, die traditionell zu den ethisch schlechten Handlungen gezählt werden würde, gleichwohl als ethisch zulässig oder gar geboten zu beurteilen ist. So argumentierte etwa Thomas von Aquin für dieses Prinzip, um Tötungshandlungen gegen einen Menschen – wenngleich zu den ethisch schlechten Handlungen zählend – in Notwehrsituationen ethisch zu rechtfertigen.
Vergleiche hierzu
Aquin, T. v. (1953). Summa Theologica. II–II, 64, 7.(Die deutsche Thomas-Ausgabe, Bd. 18). Styria, Kerle.
Beauchamp, T. L., & Childress, J. F. (2024). Prinzipien der Bioethik (J. Pelger, Übers.; D. Lanzerath & A. Halsband, Hrsg.). Verlag Karl Alber. (Siehe insbes. S. 269–271).
Grimm, C, & Hillebrand, I. (2009). Sterbehilfe (Ethik in den Biowissenschaften - Sachstandsberichte des DRZE, Bd. 8). Karl Alber. https://doi.org/10.23769/vka-2020-48345